Aus Infel wird Infel Corporate Media

Neuer Name, klare strategische Ausrichtung: CEO Alfredo Trasatti über die Hintergründe des Namenswechsels.

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Alfredo Trasatti, weshalb trägt Infel künftig drei Worte im Namen?
Die drei Worte Infel, Corporate und Media sind natürlich bewusst gewählt. Sie sind das Ergebnis eines Strategieprozesses, dem sich Infel im vergangenen Jahr unterworfen hat. Der Brand Infel Corporate Media steht für crossmediales Publishing mit dem Ziel, die Reputation von Unternehmen bei ihren Zielgruppen zu stärken.

Braucht es einen Namenswechsel?
Auf jeden Fall. «Infel» steht für unsere Heritage – es gibt uns seit 87 Jahren. Infel ist aus unserem ursprünglichen Namen «Informationsstelle für Elektrizitätsanwendung» entstanden. Diesen Teil unseres neuen Namens behalten wir natürlich bei, schliesslich ist er in der Energiebranche ein Begriff für Publishing-Kompetenz und Energie-Know-how. Dazu stellen wir nun neu «Corporate». Dies impliziert, in welcher Kommunikationsdisziplin wir unsere Produkte und Dienstleistungen anbieten. Der dritte Teil unseres neuen Namens, das «Media», ist Ausdruck der Konvergenz der Kanäle, die wir zusammen mit unseren Kunden bedienen – wir bieten ja sowohl gedruckte wie digitale Produkte an.

«Infel Corporate Media steht für crossmediales Publishing.»

Welchen Stellenwert messen sie den digitalen Medien zu?
Der Shift von Print zu Digital ist eine Tatsache, das beweisen folgende Zahlen aus Deutschland: Seit 2000 sind die Auflagen der Tageszeitungen um 30 Prozent zurückgegangen. Dafür stieg im Internet der Anteil der Nutzer von 36 Millionen im Jahr 2000 auf rund 76 Millionen im Jahr 2012. Die Nutzungsdauer liegt heute bei 83 Minuten pro Tag, im Jahr 2000 waren es noch 17 Minuten. Wir sind uns mit unseren Kunden einig, dass die Vielzahl der neu geschaffenen Kanäle ganz neue Möglichkeiten der Zielgruppenansprache bietet, die Kommunikation aber auch komplexer wurde. Sowohl organisatorisch als auch, was die Inszenierung der Inhalte angeht.

Wo liegt die Herausforderung?
Organisatorisch liegt sie darin, dass Unternehmen in irgendeiner Form eine Informationsdrehscheibe, neudeutsch «information hub», schaffen müssen. Denn die Inhalte, und hier liegt die zweite Herausforderung, müssen für jeden Kanal anders umgesetzt werden: Im digitalen Bereich wird aus dem Editorial ein Kurzvideo, gedruckte Infografiken werden animiert, ganz allgemein gelten im Web andere Spielregeln als im Printmagazin. Die Regel ist dieselbe geblieben: Der Inhalt muss zur richtigen Zeit über die richtigen Kanäle in der richtigen Aufbereitung an die Zielgruppe gelangen. Wer bereits bei der Inhaltserstellung an alle Kanäle denkt, kommuniziert effektiver. Und spart damit Geld.

Was leistet Infel Corporate Media?
Es geht heute nicht mehr darum, ob zusätzlich zu Print auch digital kommuniziert wird, sondern darum, möglichst effektiv und selektiv alle verfügbaren Kanäle zu bespielen. Hier liegt unsere Kernkompetenz: Wir wissen um die Vor- und Nachteile der Kanäle, wir wissen, wie sie am besten bespielt werden, wir können die entsprechenden Kanäle bereitstellen – und wir können die Inhalte entsprechend aufbereiten. Diese Kompetenzen haben wir unter einem Dach: Design, Content, Digital. Und um dies im Markt auszudrücken, haben wir unseren Namen geändert in Infel Corporate Media.