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Bestsellerautorin Blanca Imboden: «Ich bin keine PR-Tante!»

Sie schreibt darüber und alle wollen hin – Bestsellerautorin Blanca Imboden weiss: «Storytelling funktioniert wirklich!» Aber wie stark lässt sie sich für Werbezwecke einspannen und was können sich Marketingleute gleich sparen?

Blanca Imboden, nach Ihrem aktuellen Buch «Gipfeltreffen» wollten viele Leser den beschriebenen Urmiberg selbst sehen. Storytelling wie aus dem Lehrbuch!
Ein Touristiker aus der Umgebung meinte, «Gipfeltreffen» sei der klare Beweis dafür, dass Storytelling funktioniere. Gerade hatte er nämlich ein Seminar dazu besucht. Dabei habe ich mir den Urmiberg selber ausgesucht, wurde nicht etwa gekauft. Er ist noch immer mein zweites Zuhause. Man sitzt dort oben wie mitten in einem Prospekt von Schwyz Tourismus.

Eigentlich die perfekte Werbemassnahme für eine Region.
Genau. Es gibt viele Leser, die alle Orte besuchen, die in meinen Büchern vorkommen, meine Arbeit kontrollieren oder sich einfach von mir zum Reisen inspirieren lassen. Ich bin übrigens auch selbst schon in ein Hotel im Tessin gereist, weil es in einem Roman vorkam.

«Einen ganzen Monat lang durfte ich in einem Fünf-Sterne-Hotel logieren. Das war eine gute Idee. Der Roman schrieb sich dann von selbst.»

Blanca Imboden, Bestsellerautorin

Mit ihrem Glücksbuch «Wandern ist doof» eroberte Blanca Imboden nicht nur das Herz der Wanderhasser. Das Medienecho war riesig, 30’000 Mal ging ihr Werk über den Ladentisch und hielt sich 22 Wochen lang auf der Schweizer Bestsellerliste. 

Wie ist Ihr neuer Roman Arosa entstanden, der diesen Frühling erscheint?
Ich wurde nach Arosa eingeladen. Einen ganzen Monat lang durfte ich in einem Fünf-Sterne-Hotel logieren. Das war eine gute Idee. Man gab mir die Gelegenheit, mich in diesen Ort wirklich zu verlieben. Ich verbrachte den schönsten August meines Lebens dort. Der Roman schrieb sich dann von selbst.

Fühlen Sie sich eigentlich verpflichtet, über eine Region oder ein Hotel zu schreiben, wenn Sie eingeladen werden oder Geschenke bekommen?
Geschenke erhalte ich (leider) nicht. Arosa war die erste Gegend, die mich eingeladen hat. Besser gesagt: Das Kulm-Hotel. Das war ein Experiment. Ich weiss nicht, ob ich das noch einmal machen möchte. Aber wenn es sich ergibt, warum nicht? Ansonsten schreibe ich lieber, worauf ich Lust habe. Neulich habe ich übrigens bewusst ein Willisauer-Ringli in einen Roman eingebaut, weil mich die Schulkinder aus Willisau bei einer Lesung darum gebeten hatten. Ein kleiner Insider-Spass. Aber ansonsten bleibe ich lieber frei. Sogar die Saisonkarte für den Urmiberg habe ich selber bezahlt.

Worauf sollten Regionen, Hotels oder Firmen achten, wenn sie einen Influencer für sich gewinnen wollen?
Man hat keinen Einfluss auf meinen Roman nehmen wollen, nicht einmal verlangt, dass das Klum-Hotel darin vorkommt. Man hat mir freie Hand gelassen. Das war mir wichtig. Ich bin ja keine PR-Tante. Nur mit so viel Entgegenkommen und Freiheit würde ich mich noch einmal für eine Gegend einspannen lassen.

Blanca Imboden wohnt im Versorgungsgebiet der ebs Energie AG, deren Geschäftsbericht und Kundenmagazin wir produzieren dürfen. Ende März wird ein Kurzporträt von Blanca Imboden im Geschäftsbericht der ebs erscheinen. 

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