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Zurück aus der Babypause

Woran merkt Mutter, dass es Zeit für den Wiedereinstieg in den Job ist? An diesen acht Punkten zum Beispiel.

Zurück also aus Bullerbü. Zurück am Pult, zurück am Puls. Ja, ich bin wieder da, zurück in der Arbeitswelt für Erwachsene. BÄNG!!! Nicht falsch verstehen: Ich liebe gute Geschichten, darum liebe ich auch meinen Job. Nach sechs Monaten Babypflege ist es nur verstörend, dass man dazu sein Haus verlassen muss. Allein.

Meine verlängerte und unbezahlte Mutterschaftszeit (Werte Kollegen, die Lücke wird hier bewusst nicht als Mutterschaftsurlaub oder -pause bezeichnet), hat sich für mich zwar tausendfach ausgezahlt. Die Zeit war wertvoll, ich will sie nicht missen. Dennoch gibt es einiges was dafür spricht, dass ich mein neues Teilzeitpensum nun getrost antreten kann. Der Willkommensstrauss ist verwelkt, Zeit also für ein kurzes Resümee nach einer Woche back in business.

8 Dinge, an denen Sie merken, dass die Zeit reif ist für den Wiedereinstieg:

1. Sie haben diese Bilder im Kopf…

 

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Die Bezeichnungen «Content», «Gut zum Druck» und «Shitstorm» lassen Sie unweigerlich an die Verdauung und den Windelinhalt Ihres Nachwuchses denken. Und schmunzeln. In den vergangenen Monaten war der zwar wichtiger Index für dessen Wohlbefinden und somit für Ihr eigenes. Aber von jetzt an muss alles raus … Mensch, diese Bilder aus Ihrem Kopf!

2. Sie geniessen die Leichtigkeit des Seins.

 

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Sie sitzen da, starren die Wand an und gehen es noch einmal durch: Macbook, Kaffee. Ja: Macbook, Kaffee. Nichts weiter. Keine frisch gepackte Windeltasche mit Ersatzkleidung. Kein Holzspielzeug als Klotz am Bein. Kein Kinderwagen, der Treppen zu Mauern macht. Kein Fläschchen und keine Maissnacks. Und schon gar keine «-is» wie Nuckis, Nuschelis oder Häslis. Allerdings sitzen Sie dafür in der ersten Woche in jedem Meeting eine halbe Stunde vor Start an Ort und Stelle – weil ohne Baby alles so unfassbar schnell geht. Nie fühlten sie sich leichter!

3. Sie wollen Baby- gegen Businesstalk eintauschen.

 

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Ihre wichtigsten Neukontakte der letzten Wochen heissen Mia-Emma Sophie, Noah Liam und Leon Ethan. Der Erstkontakt fand in freier Wildbahn statt, Ellenbogen wurden ausgefahren, danach Zückerchen verteilt – alles wörtlich gemeint.

4. Dieser Abschied fällt schwer.

 

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Leggings sind Ihre besten Freunde, in leichten wie in schweren Zeiten. Sicher 25 Kilogramm haben Sie in der Schwangerschaft zu- und danach wieder abgenommen. Statt im Keller nach den passenden Anzughosen und Jeans zu graben, buddelten Sie lieber im Sand. Die erste Woche im Büro haben Sie die Leggins noch getarnt mit Hemdkleid und dickem Wollpulli. Aber: Wie ein Hipster auszusehen, ist (höchstens) witzig, wenn es ironisch gemeint ist. Drum: Spätestens in der zweiten Woche gilt: Abschied zu nehmen, die unansehnlichen Teile zu verbannen und «praktisch» gegen «proper» einzutauschen.

5. Sie haben Appetit auf mehr.

 

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Zum Frühstück, Lunch und Dinner gab’s für Sie jetzt lange nur noch «Snackable Content». Immer wurde alles kalt, immer musste Ihre Begleitperson es für Sie kleinschneiden, während Sie für Tim August oder Lydia Myria einhändig den Clown machten. Mundgerecht ist das neue Arschloch. Studieren Sie beim Businesslunch die Karte. Sie haben alle Zeit der Welt. Und überhaupt: Hallo Welt, Sie kommen!

6. Der Nebel legt sich.

 

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Stichwort Stilldemenz. Blättern Sie heute durch Ihre privaten Notizen der letzten Wochen und Monate, unternehmen Sie eine aufregende Reise durch debile Hirnwindungen und fremd anmutende Zwangsneurosen. Aber: Die Handschrift passt, das alles stammt tatsächlich aus Ihrer Feder. Das Gute ist: a) Sie merken, wie Ihr klarer Geist langsam zurückkommt. Und b) zum Glück erst, nachdem Sie fast vergessen haben, wie es sich anfühlt, die schusselige Mutti zu sein.

7. Sie müssen lernen, wieder drei Oktaven tiefer zu sprechen.

 

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In Ihrem Baby-Bullerbü waren die Menschen nett und lieb. Sie teilten viel, vor allem mit Filter, auf Pinterest und Instagram. Diese Welt war kirschrot und wölkchenwatteblau. Testosteron kannte man aus Räubermärchen. Back in business heisst es nun: aufwachen und austeilen! Ein gesungenes «Woooow, das hast du aber tolll gemacht. Schöööön. Probier’s gleich nochmal, gäll?» bringt Sie nicht weiter. Und den Grafiker, der Mist gebaut hat auch nicht. Der hat nämlich schon ’ne Mami.

8. Sie überhören das «Aber» in der Begrüssung nicht: «Schön, dass du wieder da bist. Aber … »

 

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Die Luftschlangen und Girlanden vom Abschiedsapéro hängen noch, sein Mitarbeiterprofil auf der Website hat bisher keiner gelöscht und per Slack erreichen Sie seine Nachrichten aus dem WK («Ach, das kann ich jetzt auch noch fertig machen, dann musst du nicht…»). JA-HA. Die Mutterschaftsvertretung war super. Aber nicht nur nach der Geburt ist Abnabelung ein Thema. Räumen Sie auf. Die Zeit ist reif.

(Lieber Christian, falls du das liest: Good Job, wirklich, danke. Moment mal. Was machst du hier?!)

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