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Weihnachtsmärkte sind doof? Der «via»-Chefredaktor zieht Bilanz.

Der Weihnachtsmarkt in Colmar ist einer der beliebtesten in Europa. Wir wissen warum.
Colmar ist trotzdem nicht so Ihr Ding? Noch mehr Weihnachtsmärkte gibts in unserer Linkliste.

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Text und Video: Gaston Haas; Fotos: Christian Aeberhard

Weihnachtsmärkte sind nicht so meine Stärke. Zu viele Menschen, die Hektik, die immer gleichen Produkte und Gerüche, die Kälte. Da bin ich ja mal gespannt…

Das Städtchen Colmar hat vor zwanzig Jahren seinen ersten Weihnachtsmarkt organisiert, bewusst ganz klein. Der Erfolg war schnell da, und so haben die Organisatoren einfach gemeinsam weitergemacht. Ein Ziel haben die Macher nie aus den Augen verloren: «Wir wollen immer regionale und gute Produkte anbieten», sagt Olivier Kritter vom OK. Heute gibt es in der Altstadt von Colmar fünf Weihnachtsmärkte, die ein grosses Ganzes bilden: den «Marché des enfants» in La Petite Venise, den «Marché Tradition et Terroir» an der Place Jeanne d’Arc, den Markt an der Place de l’Ancienne Douane, jenen am Koifhus und schliesslich den Christbaummarkt mit der Eisbahn im Park beim Champ de Mars. Viele Standbetreiber führen in der Stadt oder in der Region ein eigenes Geschäft, man kennt sich seit Jahren, die meisten sind per Du. Das schafft eine familiäre Vertrautheit.

Austern und Crémant d’Alsace

Weihnachtsmärkte Colmar. Yvan und Carlo an ihrem Austernstand.

Yvan Deparis und Carlo Montali bieten an ihrem Stand an der Place des Martyrs de la Résistance Austern und Crémant d’Alsace an. Dazu gibts frisches Brot, etwas Butter und ein paar Tropfen Zitronensaft für die «Fines de claires». Hélène lädt uns spontan zu einem Glas ein. Vor Jahren ist sie nach Colmar gezogen und will bleiben. «Wir verabreden uns jedes Jahr am Markt zu Huîtres und einem Glas Wein hier bei Yvan und Carlo. Das ist die beste Nachrichtenbörse der Stadt.»

Der Teddy-Versteher

Grauer Pferdeschwanz, aristokratischer Dreispitz und Hunderte von Teddybären: Das sind die Markenzeichen von Jean-Luc Febvay («Im Herzen bin ich Anarchist»), den hier alle Nounours (Teddybär) nennen. Nounours erzählt, wie ihm der Grossvater einst seinen ersten «Teddy» aus Kaninchenfell, vier Holzstäbchen und etwas Bindfaden zusammengebastelt habe. Und dann – tataa: «Mesdames et messieurs, je vous présente: den kleinsten je in Serie hergestellten Bären!» Der Winzling aus Kaschmirwolle und Silberfäden ist ein kleines Kunstwerk und passt in einen Fingerhut …

Und dann gehen die Weihnachtslichter an…

Als um 16.30 Uhr in der ganzen Stadt die Weihnachtslichter angehen, wirken die geschmückten Häuser und Gassen tatsächlich wie aus einem Märchen. Auf dem Kanal in La Petite Venise gleiten Barken mit Schulkindern, und Saint-Nicolas winkt uns zu. An drei Stationen legt die kleine Flotte an. Die Kinder singen Weihnachtslieder, den Erwachsenen steigen Crémant und Glühwein in den Kopf und die Gefühle ins Herz, und bald singen Hunderte am Kanalufer mit den Kindern im Chor «Stille Nacht».

Eigentlich mag ich Weihnachtsmärkte doch ganz gern…

Jetzt im neuen «via»

Den vollständigen Text und viele Tipps zu Colmar finden Sie im neuen «via». Ab November im Zug und an (fast) jedem Bahnhof. Mehr «via» auf via.ch

Colmar ist nicht so Ihr ihr Ding?
Wir hätten da ein paar Alternativen.

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